Johannisloge Aufwärts zu Berlin

 Fragen und erste Antworten

 

 Gibt es einen optimalen Zeitpunkt um Freimaurer zu werden?

Nein, das kann man so nicht sagen. Wir haben viele Abiturienten und Studenten erlebt, die bereits in jungen Jahren Freimaurer geworden sind und über viele Jahrzehnte in allen Graden der Freimaurerei intensiv wirken konnten und ebenso haben wir Rentner und Pensionäre erlebt, die bewusst erst nach Ende ihrer beruflichen Laufbahn sich besondere Ruhe und Zeit für die Freimaurerei nehmen wollten und dies dann aber umso intensiver getan haben. Am häufigsten liegt der übliche Beitrittstermin wohl in einem persönlichen Zeitrahmen, wenn die ersten erfolgreichen Karriereschritte im Beruf gefestigt sind, bereits geheiratet und eine Familie in der Gründung begriffen ist. - Aber wie gesagt, es gibt keinen „optimalen“ Zeitpunkt. Entscheidend ist eher, dass die hier unter dem Absatz „Passt die Loge zu mir?“ genannten Punkte tendenziell zutreffen und darüber hinaus Zeit und Wille vorhanden sind, sich mit der Freimaurerei zu befassen.

 Wie zeitaufwendig ist die Mitgliedschaft in der Loge?

Wie in allen Organisationen hängt dies auch von dem eigenen Engagement, dem persönlichem Wollen sowie den Möglichkeiten ab. Für Brüder, die aus eigenem Antrieb heraus sich dankenswerter Weise bereit erklärt haben für einen definierten Zeitabschnitt bestimmte Ämter in der Loge ehrenamtlich auszuüben, ist ein gewisser Zeiteinsatz nicht zu leugnen. Für jedes andere „normale“ Mitglied ist der „Aufwand“ sehr überschaubar. Grundsätzlich sollte man sich den Dienstag-Abend für die Treffen der Loge freihalten. Wer aus dringenden beruflichen oder privaten Gründen am Dienstag einmal nicht teilnehmen kann, sollte sich möglichst frühzeitig abmelden. Brüder die über einen längeren Zeitraum - beispielsweise berufsbedingt - abwesend sein müssen, können beurlaubt werden oder haben natürlich auch die Möglichkeit in einer anderen Stadt bzw. einem anderen Land die dortigen Logen zu besuchen. Während der Weihnachtsferien sowie den Logenferien im Juli und August finden grundsätzlich keine offiziellen Treffen statt.

 

 Ich habe gehört, es gab zwischen der Kirche und den Freimaurern Probleme. Stimmt dies?

Die Freimaurerei ist keine Religion, Kirche oder will Ersatz dafür sein. Weltweit verschließt sie sich keinem gläubigen Menschen. Insbesondere die christlich geprägte Freimaurerei in unserem Freimaurerorden hat keine Probleme mit der Kirche, sondern unterhält sogar gute Beziehungen zu einzelnen Kirchenvertretern. Es besteht allerdings auch keinerlei Erfordernis zur Mitgliedschaft in einer Kirche, um Mitglied in der Freimaurerei bzw. in unserer Loge sein zu können. Alle Logenmitglieder bekennen sich zum christlichen Glauben, egal welcher Konfession sie auch entstammen mögen. Da die Freimaurerei frei von religiösen Dogmen ist, einen weitreichenden wissenschaftlichen und Vernunft orientierten Ansatz vertritt und auch gerade im Zeitalter der „Aufklärung“ sich viele staatstragende Persönlichkeiten der Freimaurerei anschlossen, gab es historisch - und damals wohl auch machtpolitisch bedingt - teilweise unterschiedliche Auffassungen.

Ich bin Mitglied in einem Rotarier- bzw. Lions-Club. Schließt dies die Mitgliedschaft in Ihrer Loge aus?

Nein, keineswegs. Ganz im Gegenteil, viele Brüder Freimaurer sind zusätzlich auch in einem Service-Club engagierte Mitglieder und viele der Gründungsmitglieder der ersten Lions- und Rotary-Clubs waren umgekehrt bereits zuvor Freimaurer. Gemein ist allen drei Organisationen unter anderem das Bestreben um Harmonie und einen sehr engen freundschaftlichen (im freimaurerischen Sinne „brüderlichen“) Zusammenhalt in ihrer Gemeinschaft. Rotarier und Lions engagieren sich in humanitären Diensten. Auch die Freimaurer sammeln regelmäßig Spenden und bringen sich für Hilfsbedürftige umfassend ein, tun dies jedoch bewusst nicht öffentlichkeitswirksam. Einer der größten Unterschiede dürfte bei den Freimaurern in der sehr bewussten und nach innen gerichteten, Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und Wirken und der Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit liegen.

 

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