Eine wahrhaft königliche Kunst

 

Zusammenfassung:

Die freimaurerische Geisteshaltung ist eine der Vollkommenheit zustrebende progressiv rekursive Denkweise, die von stetiger Selbstkritik begleitet ist.
Wie der Geschichtsverlauf von den Ursprüngen unserer Kultur bis zum heutigen Tage zeigt, erzeugt die beschriebene Denkweise auf eine in sich natürliche Weise immer erneut geistige Eliten, welche die Entwicklung der Menschheit vorantreiben.
Da diese Denkweise in sich existent ist, kann kein Feuer, kein Schwert, kein Krieg und keine Naturkatastrophe sie ausrotten. Aus dieser Betrachtungsweise wird der Wahrheitsgehalt der Aussage, "die Freimaurerei war immer", sichtbar.
Eine solche Geisteshaltung wird auch in Zukunft unbesiegbar bleiben und ewig der Menschheit in ihrer Fortentwicklung dienen. Mit ihr im Verbund wird in freier Form auch die Freimaurerei immer bestehen. 

 

Fußnote (*)
Lennhoff/Posner führen im Internationalen Freimaurerlexikon (Nachdruck Ausgabe 1932) in Spalte 890 aus:
Kunst, Königliche (engl. Royal Art, Frz. Art royal). Die Freimaurer nennen ihre Kunst die königliche. Anderson ist 1723 diese Wortverbindung bereits derart geläufig, daß er an mehreren Stellen seiner historischen Einleitung von der "Royal Art" spricht. Er sagt: "Am Tigris und Euphrat gab es so viel gelehrte Priester und Mathematiker, die unter dem Namen Cahldäer und Magier bekannt waren, welche die gute Wissenschaft (good science) Geometrie bewahrten, ebenso wie Könige und große Männer die Königliche Kunst (K. K.) aufmunterten." Weiter erzählt er, die K. K. sei durch Mizraim, den zweiten Sohn Hams, nach Ägypten gebracht worden. Später wird erwähnt, die Heiden hätten sich wohl alle Mühe gegeben, die K. K. zu pflegen, wären aber nicht weiter gekommen, bis Gott seinem auserwählten Volke den Auftrag gab, sein Haus zu bauen. Das Wort von der K. K. erscheint dann wieder in der Beschreibung der Fortpflanzung der Freimaurerei durch Könige, Potentaten und Prinzen, die sogar bis nach Indien die K. K. verpflanzten. Im Laufe des Textes kommt das Wort noch wiederholt vor, bis schließlich die Geschichte der Andersonschen Constitutions mit einem Hochgesange auf die K. K. schließt: "The Royal Art duly cultivated and the Cement of the Brotherhood preserv'd, so that the whole Body resembles a well built Arch." Die Behauptung, die Bezeichnung sei erst zu Zeiten König Williams III. aufgekommen, der sich als Bauherr besondere Verdienste erwarb, ist somit hinfällig. Ebenso die Versuche, die Bezeichnung "königlich" mit angeblichen stuartistischen Bestrebungenn der alten englischen Freimaurerei in Zusammenhang zu bringen. Viel wahrscheinlicher ist es, daß die Bezeichnung anspielen will auf die Bausage des Königs Salomo, dessen Kunst betrieben wurde, als Hiram den Tempel errichtete. Eine andere Deutung, die zulässig ist, kann auf die zahlreichen Gnadenbeweise und Privilegien verweisen, die den Steinmetzen und Baukünstlern allezeit von Monarchen usw. gewährt wurden. Sie durften sich mit ihrer Kunst des besonderen königlichen Schutzes erfreuen. Im symbolischen Sinne bezeichnet sich die Freimaurerei sehr nachdrücklich ebenfalls als die K. K., als eine Kunst, die für die Loge, die Lehrstätte, darin besteht, ihre Jünger mit Hilfe der freimaurerischen Symbole zur Humanität zu erziehen, die für den einzelnen Freimaurer aber eine Lebenskunst ist, die Kunst ernster Selbsterkenntnis, strenger Selbsterziehung und harmonischer Lebensführung, die Kunst, die als ihr höchstes Gebot die Liebe nennt, die Kunst, "die eigene Seele, wie die Menschheit zur Wohnung des Ewigen zu erbauen".
 

 

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Johannisloge "Aufwärts" zu Berlin - Peter-Lenné-Straße 1-3 - 14195 Berlin


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